jünger als 1 Monat
Kampfrichter beim Biathlon-Weltcup in Oberhof
Geschrieben von: Thomas Wichmann   
Freitag, 29. Januar 2010 um 11:08

 

„DAS IST DER PURE WAHNSINN“

Biathlon Matthias Bulgrin war als Kampfrichter beim Weltcup in Oberhof und

schwärmt von der Atmosphäre

Der Leegebrucher Matthias Bulgrin gehörte beim Weltcup der Biathleten in Oberhof

Anfang Januar zu den Kampfrichtern vor Ort. Mit dem 44-Jährigen sprach Odin James.

MAZ: 

Herr Bulgrin, wie war es für Sie, als Kampfrichter beim Biathlon-Weltcup dabei zu sein?
Matthias Bulgrin: 

Es war vor allem kalt (lacht). Aber ernsthaft: Es war eine unbeschreibliche Atmosphäre. Die lautstarken Zuschauer, die Leistung der Athleten und auch das ganze Drumherum, das ist der pure Wahnsinn.

MAZ: 
Kann man sich denn bei all diesen Impressionen noch auf die Arbeit als
Kampfrichter konzentrieren?

Matthias Bulgrin: 

Als ich im letzten Jahr als sogenannter Azubi der Kampfrichter mit dabei war,

hatte ich natürlich Gänsehaut und war ziemlich aufgeregt. Aber in diesem Jahr

war es schon etwas anders. Man hat seine Aufgabe, und man weiß, dass man

sich darauf konzentrieren muss. Da blendet man alles andere weitestgehend aus.

MAZ: 

Wie sind Sie überhaupt zum Biathlon gekommen?

 

Matthias Bulgrin: 

Ich war schon immer ein begeisterter Biathlon-Fan. Diese Mischung aus laufen und schießen ist

einfach unvergleichbar. Aber hier in Brandenburg gab es zum damaligen Zeitpunkt noch keinen Verein, wo man diese Sportart aktiv hätte betreiben können. Dann bildete sich aber die Biathlon-Abteilung des SV Schorfheide, und meine Frau Kathrin, meine Tochter Lisa und ich entschlossen uns dann dazu, die Sache aktiv anzugehen.

MAZ: 

Und so kamen Sie auch in die Kampfrichter-Auswahl für Oberhof?

 

Matthias Bulgrin: 

Um Kampfrichter zu werden, reicht es nicht aus, irgendwo Mitglied in einem Verein zu

sein. Der Abteilungsleiter des SV Schorfheide, Thomas Wichmann, und ich als sein

Stellvertreter im Verein haben im letzten Jahr den Kampfrichter-Schein gemacht.

Unterstützt wurden wir dabei auch von unserem Partnerverein aus Großbreitenbach

in Thüringen. Die Leute von dort halfen uns in der Vergangenheit auch sehr viel

beim Aufbau und der Entwicklung unserer Biathlon-Abteilung. Und da wir in

Großbreitenbach auch als Mitglieder gemeldet sind, haben wir uns für den Weltcup als

Kampfrichter zur Verfügung gestellt.

MAZ: 

Wie kann man sich den Tagesablauf bei so einem Weltcup vorstellen?

 

Matthias Bulgrin: 

Wir mussten morgens knapp drei Stunden vor dem Wettkampf vor Ort sein.

Anschließend gingen wir alle ins große Zelt des Kampfgerichts und erhielten dort

die notwendigen Instruktionen über den Ablauf, die Verpflegung und unsere

eigenen Aufgabenbereiche. Ich wurde für den Schießbereich eingeteilt und musste

kontrollieren und protokollieren, ob die Athleten korrekt geschossen und die

richtigen Scheiben getroffen haben, oder ob irgendwelche Abläufe auffällig oder

irregulär waren.

MAZ: 

Hatten Sie denn während des Weltcups auch Kontakt zu den Biathleten?

 

Matthias Bulgrin:

Als Kampfrichter werden wir angewiesen, keinen Kontakt zu den Sportlern zu haben.

Natürlich kommt es auch mal vor, dass nach dem Wettkampf ein Ricco Groß an

dir vorbeiläuft und „Hallo“ sagt. Bei meiner letztjährigen Schießleiterausbildung

habe ich mich auch mal mit der ehemaligen Olympiasiegerin Kathrin Apel

unterhalten können, doch während des Weltcups werden Kampfrichter und Aktive

strikt voneinander getrennt.

MAZ:

Sie sind im Vergleich zu vielen anderen Kampfrichtern ja relativ jung. Wie lange wollen

Sie dieser Tätigkeit noch nachgehen?

 

Matthias Bulgrin:

International kann man bis zum 65. Lebensjahr tätig sein, national sogar noch länger.

Daher will ich auf jeden Fall noch viele Jahre dabei sein.

(MAZ, 28.01.2010, oj)

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Aus Brandenburg ans Hammertor
Geschrieben von: Thomas Wichmann   
Freitag, 29. Januar 2010 um 09:25

 

Oberhof/Großbreitenbach (rab)

 

"Wissen Sie: Biathlon im Fernsehen gucken, das kann doch jeder! Live dabei

sein, das ist etwas ganz anderes."

 

Aus Brandenburg ans Hammertor

 

Wenn Sie das einmal erlebt haben, dann kommen Sie immer wieder. Und irgendwann

wollen Sie nicht mehr einfach nur live zuschauen, sie wollen sich beteiligen, dazu

gehören. Und so sind wir Kampfrichter geworden." Matthias Bulgrin, 44-jähriger

Mitarbeiter bei einem Stahlhandel, kann durchaus leidenschaftlich werden, wenn es

um seine große Leidenschaft geht: Biathlon! Und die lebt er in dieser Weltcup-Woche

auf seinem Kampfrichter-Posten am Schießstand, bei der manuellen Ergebnis-

erfassung, voll aus. Genauso wie seine Vereinskollegen Beate und Thomas

Wichmann, die auch zur Schar der rund 150 Kampfrichter beim Oberhofer Weltcup

gehören.

 

Das besondere daran: Matthias Bulgrin und die Wichmanns kommen aus keinem

etablierten Thüringer Biathlon-Verein, sondern vom SV Schorfheide aus Brandenburg

und dürften damit, wie Wettkampfleiter Gerhard Köhler bestätigt, die Weltcup-

Kampfrichter mit den territorial entferntesten Wurzeln sein. Das klingt exotisch, ist

aber durchaus handfest:

Die Schorfheider haben eine eigene Biathlon-Abteilung mit 104 Mitgliedern, darunter

62 aktive Sportler und Helfer, vier Übungs- und drei Schießleiter und ein

exorbitant-prominenter Name: Frank Luck! Denn der Sponsor, den "Lucki"

repräsentiert, hat im benachbarten Liebenberg einen wichtigen Sitz.

Partnerverein der Schorfheider in Thüringen ist aber der Großbreitenbacher Skiverein,

und das Kampfrichtertrio hat denn auch in der dortigen Pension "Fuchsbau" der

Familie Stuhl sein Quartier..

 

Beim GSV hängengeblieben

"Eigentlich war es eine Biertisch-Idee, geboren im Februar 2006", berichtet Thomas

Wichmann, Chef der Brandenburg-Biathleten.

"Wir waren alle Fans dieses Sports und meinten, das wäre was für uns. Und weil

die familiären Wurzeln unserer Leute eher nach Thüringen als nach Sachsen reichten,

haben wir uns dort nach einem Partnerverein umgeschaut, einfach so im Internet.

Beim Großbreitenbacher SV sind wir hängengeblieben."

 

Aus der Biertischidee ist inzwischen eine richtige Wettkampfstätte mit zehn

Luftgewehr-Schießständen und einer Rollerstrecke geworden, die angrenzenden

örtliche Straßen nutzt, aber auch auf 600 Metern neu angelegt wurde, finanziell von

der Gemeinde mit unterstützt. Es gab gemeinsame Trainingslager mit Großbreiten-

bachern, und es haben auch schon Schorfheider Biathleten als Gäste an Thüringer

Schülermeisterschaften teilgenommen, als die Großbreitenbacher diese ausrichteten.

Thomas Wichmann: "Während andere Vereine um Nachwuchs kämpfen müssen,

haben wir eine Warteliste. Die ist nicht all zu groß, aber wir wollen andererseits auch

nicht riskieren, dass wir die Kinder dann nicht richtig betreuen können. Wenn man so

will sind wir in eine echte Sport-Marktlücke in Brandenburg gestoßen."

 

Schorfheider Fan-Gruppe

Parallel dazu starteten Thomas Wichmann und Matthias Bulgrin ihre Kampfrichter-

laufbahn. Sie sind auch Mitglieder im Großbreitenbacher SV, absolvierten die

nötigen Lehrgänge in Thüringen. Gerhard Köhler persönlich nahm die Prüfung ab.

Im letzten Winter waren sie als Kampfrichteranwärter dabei, bei der Sommerbiathlon-

WM hatten sie die ersten Einsätze.

Thomas Wichmann (52), heute Elektronik-Handelsvertreter, arbeitet beim

Weltcup 2010 im Anti-Doping-Bereich, begleitet dort die ausgelosten Sportler zum

Testlabor.

Natürlich ist der SV Schorfheide beim Weltcup 2010 auch mit einer Fan-Gruppe dabei.

Deren 441 km bis zum Grenzadler sind zwar kein Anfahrt-Rekord, aber: Zum Biathlon

hinfahren, das kann ja jeder - und ihn zu Hause dann auch noch selbst betreiben ... rab

Freies Wort, Freitag, 08.01.2010


 

 

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Erfolgsspuren im Schnee
Geschrieben von: Thomas Wichmann   
Freitag, 29. Januar 2010 um 09:03

Erfolgsspuren im Schnee

 

Groß Schönebeck (tw/jfu)  Die Biathleten des SV Schorfheide waren mit einer jungen

Mannschaft bei den 20. Offenen Brandenburgischen Landesmeisterschaften im

Spezial-Skilanglauf vertreten. Der Barnimer Verein brachte sieben Starter in die Spur,

mehr als im Vorjahr.

Auf den anspruchsvollen Loipen auf der Zinnwalder Scharspitze forderten die Anstiege

und Abfahrten hohes technisches Fahrvermögen. Dennoch hatten auch die Anfänger

gute Bedingungen, beim Wettkampf Erfolgserlebnisse zu sammeln. Der 2km flache

Anstieg zum Ziel brache meist die Entscheidung über Sieg und Niederlage. Die

Barnimer Biathleten waren in den Freistil-Wettbewerben wie im letzten Jahr erfolgreich.

Bei den Mädchen stellten die Schorfheider in der Altersklasse S10/11 über 2 km mit

Anika Haferung und Laura Vogt die Landes- und Vizemeisterin und setzten sich damit

gegen zwei favorisierte Läuferinnen von Ski- und Skating Team Senftenberg durch.

Das gute Mannschaftsergebnis wurde mit dem fünften Platz von Maria Schulz

komplettiert, die sich knapp hinter den Lausitzern einordnete.

 

Die Jungen in der Altersklasse S14/15 mussten sich über die 5km-Strecke nur den

Gastläufern des Skiclubs Pirna auf deren Heimatstrecke unterordnen, holten dahinter

aber die drei ersten Plätze der Landesmeisterschaft in der Reihenfolge

Benjamin Poppe (1.) und Lukas Lemnitzer (2.) und Florian Reichstein (3.), der

überhaupt das erste Mal dabei war. Bei den Mädchen der gleichen Altersklasse gelang

der Wandlitzerin Josephine Seeger als Vierte einen Achtungserfolg, weil sie nach ihren

erfolgreichen Auftritten beim Biathlon-Pokal im Sommer nun das erste Mal auf Langlauf-

skiern stand.

Die beiden Schorfheider Staffeln holten in ihren Altersklassen bei den Jungen mit

Lukas Lemnitzer, Florian Reichstein und Benjamin Poppe und bei den Mädchen mit

Laura Vogt, Maria Schulz und Anika Haferung als Schlussläuferin jeweils den ersten

Platz.

 

Mehr als 30 Sportler aus den brandenburger Ski-Vereinen und etwa 20 Starter aus

Sachsen beteiligten sich an den Läufen im klassischen Stil und Freistil. Zu den

Staffelläufen traten 45 Läufer in 15 gemischten Mannschaften an. Insgesamt gingen

die Landesmeistertitel im Kinder- und Jugendbereich an den SV Schorfheide, den

WSV Bad Freienwalde und an das Ski & Skateteam Senftenberg. Bei den

Erwachsenen holten wie im Vorjahr der MSV Tripoint Frankfurt, WSV Schwarzheide,

SWV Lauchhammer, Cottbuser Parkläufer und die Senftenberger die Titel.

 

"Für uns war es wieder ein toller Erfolg", freute sich Thomas Wichmann, Vorsitzender

vom SV Schorfheide. Für die Barnimer zählt jede Möglichkeit, Wettkampfpraxis zu

sammeln. Sie üben auch in gemeinsamen Trainingslagern mit den Sportlern vom

thüringischen Partnerverein in Großbreitenbach und nahmen auch schon an dortigen

Schülermeisterschaften teil .

"Leider können wir bei uns noch keine Laufspur anlegen, die den Anforderungen für

Langlauf oder Skaten genügen würde. Der Aufwand ist einfach zu groß, eine befestigte

Unterlage zu schaffen, auch wenn man mit Kunstschnee nachhelfen könnte", sagt er.

So trainieren die Schorfheider Biathleten daheim hauptsächlich mit Roller-Ski auf einer

Straße, die mit Hilfe der Gemeinde sogar um 300 Meter erweitert wurde. Die

Wettkampfstätte im Kastanienweg weist inzwischen auch zehn Luftgewehr-Schieß-

stände auf.

Die Abteilung hat nun 104 Mitglieder, darunter 62 aktive Sportler und Helfer, vier

Übungs- und drei Schießleiter. Die Jugendlichen hätten aber nun ihren Spaß im

Schnee und manche seien doch erstaunt, wie anstrengend der Sport unter diesen

Bedingungen ist, führte Wichmann an. Er selbst hat kürzlich beim Weltcup in Oberhof

zusammen mit seiner Frau Beate und dem Vereinskollegen Matthias Bulgrin als einer

der rund 150 Kampfrichter Erfahrung gesammelt.

 

Laura Vogt wechselt an Maria Schulz bei der Staffel Altersklasse S10/11 



Märkische Oderzeitung, Mittwoch, 20. Januar 2010

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Biathlon: Nachwuchs des SV Schorfheide sammelt in Senftenberg Wettkampfpraxis
Geschrieben von: Robert Schmidt   
Sonntag, 28. Juni 2009 um 10:43
Gute Vorbereitung auf Brandenburger Cup

 


Schorfheide (twi) Die vier hart erkämpften Pokale beim Wettkampf in Senftenberg geben den ambitionierten Sportlern des SV Schorfheide sicherlich reichlich Ansporn, am Sonntag bei der Fortsetzung des Brandenburger Biathlon Cups in Groß Schönebeck erneut gute Leistungen zu zeigen. Ab 11 Uhr geht der Nachwuchs auf die Strecke und will sich wieder gegen die Konkurrenz behaupten. Dass die Barnimer keine Angst zu haben brauchen, zeigten die letzten Wettkämpfe.

 

Sechs Biathleten des SV Schorfheide starteten beim Senftenberger Skirollerpokal. Mitten in der Sommersaison war der Vergleich mit Aktiven aus brandenburgischen aber auch sächsischen Vereinen eine willkommene Leistungsüberprüfung. Sie zeigten bei dem als Massenstart ausgetragenen Wettkampf hohen kämpferischen Einsatz. Dabei gingen die Aktiven des SV Schorfheide mit ungünstigeren materiellen Voraussetzungen an den Start. Die Nachwuchsbiathleten hatten Skiroller mit breiten Rollen, die schlechtere Rolleigenschaften haben als die Rollski der Spezialisten.

 

Auf der 2,6-Kilometer-Distanz siegte in der Altersklasse 9 zwar eine Sportlerin von der SG Klotsche (10:49 min.), um Platz zwei gab es aber einen spannenden Schorfheider Kampf im Zielspurt. Laura Vogt (11:35 min.) entschied das Duell für sich, Antonia Apitz sicherte sich mit nur einer Sekunde Rückstand den dritten Platz (11:36).

 

Anika Haferung und Maria Schulz starteten in der Altersklasse S 11 über 2,6 km. Dabei lief Anika eine gute Zeit von 10:06 min. und belegte bei starker Konkurrenz aus Sachsen den 5. Platz. Maria blieb an diesem Tag unter ihren bisherigen Trainings- und Wettkampfleistungen.

 

Tom Harbach und Benjamin Poppe (S 13) mussten auf die 5,2 km lange Strecke. Hier zeigte Tom eine sehr gute Laufleistung und erreichte das Ziel nach 18:54 min. als Zweiter. Benjamin erkämpfte sich den dritten Platz mit einer Zeit von 19:25 min.

 

 

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